Grundlagen

Was ist Beatboxing?

Beatboxing heißt, Schlagzeug, Bass und Effekte mit dem Mund zu erzeugen – mit Lippen, Zunge und Stimme. Kein Instrument, keine Ausrüstung. Ein ganzes Schlagzeug im Kopf.

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Der Name kommt von den Maschinen. Anfang der 1980er benutzten HipHop-Produzenten Drumcomputer, die man „Beat Boxes“ nannte. Sie waren teuer und selten, also imitierten Leute in New York sie mit dem Mund. Was als Notlösung begann, wurde eine eigene Disziplin – heute mit Weltmeisterschaften, eigenem Vokabular und Techniken, die keine Maschine je hatte.

Wie die Sounds entstehen

Ein Beatboxer ersetzt jeden Teil eines Schlagzeugs durch einen Teil des Mundraums. Die Kick Drum ist ein komprimiertes „B“, das aus angespannten Lippen freikommt. Die Hi-Hat ist ein scharfes „Ts“, erzeugt mit der Zunge hinter den oberen Zähnen. Die Snare kann ein hartes „K“ sein, ein „Pf“ oder – auf höherem Niveau – eine Inward Snare, die beim Einatmen entsteht. Dazu kommen Basslinien aus dem Hals, Scratches, die eine Platte imitieren, Sirenen, Becken und Vocal-Effekte.

Beatbox-Schlagzeug: welcher Mundsound ersetzt welche Trommel

Die drei Stilrichtungen

Vocal Percussion

Die älteste Tradition: Rhythmus mit der Stimme in Gesangsgruppen, A-cappella-Ensembles und Chören. Leiser, enger, gebaut um unter der Harmonie zu sitzen statt davor.

Old School

Der HipHop-Stil der 1980er. Eine Handvoll kraftvoller Grundsounds – Kick, Hi-Hat, Snare – laut und präzise gespielt. Alles, was ein Anfänger zuerst lernt, gehört hierher.

New School

Alles, was danach kam: Inward Sounds, Throat Bass, Lip Rolls, Scratches und Effekte, die klingen, als kämen sie aus einer Maschine. Das ist, was du heute in Battles siehst.

Beatbox-Battles

Battles sind der Treffpunkt der Szene. Zwei Beatboxer treten in abwechselnden Runden von etwa 90 Sekunden gegeneinander an, eine Jury bewertet Technik, Musikalität, Originalität und Bühnenpräsenz. Das Format ist einfach und gnadenlos: kein Playback, kein zweiter Versuch. Einmal zuschauen ist der schnellste Weg zu verstehen, was ein menschlicher Mund kann.

Braucht man Talent?

Nein. Die drei Grundsounds bestehen aus Lauten, die du beim Sprechen ohnehin benutzt, der Rest ist Wiederholung. Wir unterrichten seit 2006 an Schulen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene weit über fünfzig. Das Einzige, was die trennt, die gut werden, von denen, die es nicht werden, ist kurzes, regelmäßiges Üben: zehn Minuten täglich bringen mehr als zwei Stunden einmal die Woche.

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Unser kostenloser Kurs bringt dich in 12 Videos von null zu einem echten Beat. Kein Konto, keine Zahlung, kein Formular vor dem ersten Video.

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