Lektion 1

Dein zweiter Beat

Ein zweites Beat-Pattern – und der Wechsel zwischen beiden.

Beim Start wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt. / Starting the video connects to YouTube.

Auf YouTube ansehen

Was du in dieser Lektion lernst

Du hast deinen ersten Beat. Jetzt kommt der zweite – und damit der Moment, in dem aus zwei Beats zum ersten Mal Musik wird. Du lernst die Bsh-Snare, baust daraus ein Beatbox-Cover von Michael Jacksons „Billie Jean“ und setzt am Ende beides zu deiner ersten Routine zusammen.

Der neue Sound: die Bsh-Snare

Die Bsh-Snare gehört zu den Sounds, die man am schnellsten lernt – und sie klingt sofort kräftig und breit. Du baust sie aus der Kick Drum, die du schon kannst, und hängst ein „Sh“ hinten dran.

ll:  B - B - B - B  :ll                    40 BPM
ll:  Bsh - Bsh - Bsh - Bsh Hi  :ll         40 BPM

Eselsbrücke: Stell dir vor, du sagst jemandem, er soll leise sein. Genau dieses „Bsch“. Das „Hi“ am Ende ist kein Sound, sondern dein Einatmen.

Vom Sprachrhythmus zum Beat

Jeder Beat besteht aus zwei Dingen: Sounds und Rhythmus. Deshalb sprichst du den Rhythmus zuerst, bevor du ihn spielst.

ll:  Bun zn Bshn zn Bun zn Bshn Hi  :ll    52 → 58 BPM

Sitzt der Rhythmus, tauschst du die Silben einfach gegen Sounds. Aus „Bunzn“ wird „Bm – Tsn“, aus „Bschnzn“ wird „Bschn – Tsn“.

ll:  Bm - Tsn - Bschn - Tsn - Bm - Tsn - Bsch - Tsn Hi  :ll   50 BPM

Die Melodie: Billie Jean

Jetzt fehlt nur noch die Basslinie von Michael Jacksons „Billie Jean“. Üb sie erst allein, dann leg sie über den Beat.

ll:  Dum dum dum dum dum dum dum Hi  :ll   58 → 62 BPM
ll:  Bm - Tsn - Bschn - Tsn - Bm - Tsn - Bsch - Hi  :ll   62 → 68 BPM

Der Übergangsbeat – und deine erste Routine

Damit du zwischen zwei Beats wechseln kannst, brauchst du einen Übergang. Der ist in zwei Minuten gelernt.

ll:  Böh - Hi - Bah - Hi  :ll  4x          68 BPM

Werde bei jeder Wiederholung ein bisschen höher. So baust du Spannung auf und erzeugst am Ende einen Drop. Damit verbindest du: Intro → Billie-Jean-Beat → Übergang → dein Beat aus dem Anfängertutorial → Übergang → Billie-Jean-Beat. Steigere das Tempo dabei Schritt für Schritt von 70 auf 86 BPM.

Sobald diese Routine sitzt, kannst du jederzeit von einem Beat in den anderen springen. Genau das ist der Unterschied zwischen einzelnen Sounds und einem Auftritt.

Häufige Fragen

Wie mache ich die Bsh-Snare?

Setz die Kick Drum an und häng ein „Sh“ hinten dran – so, wie wenn du jemandem sagst, er soll leise sein. Der Sound ist kräftig und breit und einer der schnellsten zu lernen.

Was ist eine Routine beim Beatboxen?

Mehrere Beats, die du über Übergangsbeats miteinander verbindest, sodass du endlos durchspielen kannst, ohne abzusetzen.

Mit welchem Tempo soll ich üben?

Fang bei 40 bis 50 BPM an und steigere in kleinen Schritten. In dieser Lektion arbeitest du dich bis 86 BPM hoch. Wer zu schnell startet, übt Fehler ein.

Was bedeutet das „Hi“ in der Notation?

Das ist kein Sound, sondern dein Einatmen – bewusst an dieser Stelle im Takt, damit dir nicht die Luft ausgeht.