Lektion 6
Masterclass 1
Deine erste längere Routine.
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Kein neuer Sound – dafür der erste richtige Auftritt
Die Masterclass ist die Session, in der nichts Neues dazukommt. Stattdessen nimmst du die Beats, die du schon kannst, und machst sie gut: klarer betont, kraftvoller, und vor allem exakt in der Time.
Dafür arbeitest du zum ersten Mal mit einem Metronom. Am Ende hast du zwei vollständige Routinen – und mit der Halftime-Technik einen Übergang, der nach Können klingt, obwohl er reines Rechnen ist.
Routine 1: drei Beats auf 94 BPM
Alle drei Beats liegen im selben Tempo, deshalb lassen sie sich nahtlos aneinanderhängen. Du übst jeden einzeln mit dem Metronom und steigerst stufenweise: 78 → 86 → 94 BPM.
ll: Buga - diga - Buga - daga - Buga - diga - Buga - da - Hi :ll 4x
ll: B - B B - K - Ts - B - K - Hi :ll 3x
ll: B - B B - K - Hi - Turn it up! :ll
ll: Böh - Hii - Bah - Hii :ll 4x
ll: Bm - Tsn - Bschn - Tsn - Bm - Tsn - Bsch - Hi :ll 4x
94 BPMHalftime: derselbe Beat, halbes Metronom
Der zweite Teil ist der interessantere. Der Beat aus Lektion 3 („Hit the Road Jack“) lässt sich mit 128 BPM spielen – also mit exakt der doppelten Zahl von 64. Genau das macht ihn zum perfekten Beispiel für Halftime.
Du spielst denselben Beat einmal auf 128 BPM und dann noch einmal, während das Metronom nur noch 64 schlägt. Der Beat bleibt identisch, das Zeitgefühl kippt. Das ist die ganze Technik: Du stellst dir vor, das Metronom schlage doppelt so schnell.
ll: Bmh - Lugh - Bmh - Lugh - Bmh - Lugh - Bmmhhhh - Nlugh - Bmh Bmh :ll
128 BPM, dann 64 BPMRoutine 2: vom Atem-Beat in die Halftime
ll: Brrrü - Bsch - Hi - Ha Ha - Bsch - Hi :ll 4x
ll: Bmh - Lugh - Bmh - Lugh - Bmh - Lugh - Bmmhhhh - Nlugh - Bmh Bmh :ll 8x
64 BPMTipp aus dem Video: Beim Übergang hilft es enorm, wenn du körperlich mitgehst – mit den Händen im Takt wippen. Der Wechsel passiert dann im Körper, nicht nur im Kopf.
Häufige Fragen
Was ist eine Masterclass im Beatbox-Kurs?
Eine Wiederholungs-Session ohne neue Sounds. Du festigst bereits gelernte Beats mit dem Metronom, verbesserst Betonung und Timing und verbindest sie zu vollständigen Routinen.
Was bedeutet Halftime beim Beatboxen?
Du spielst denselben Beat, während das Metronom nur noch halb so schnell schlägt. Der Beat klingt dadurch doppelt so schnell und getrieben, ohne dass du schneller wirst. Ideal für nahtlose Übergänge zwischen Beats.
Brauche ich ein Metronom zum Beatboxen?
Für die ersten Beats nicht, für saubere Routinen schon. Ein Metronom deckt gnadenlos auf, ob du unbemerkt schneller wirst. Eine kostenlose Metronom-App auf dem Smartphone reicht völlig.
Wie werde ich beim Beatboxen präziser?
Durch Wiederholung mit Metronom bei steigendem Tempo – hier 78, 86, 94 BPM – und indem du bewusst auf klare, kraftvolle Betonung jedes einzelnen Sounds achtest statt auf Geschwindigkeit.